Objekt

Archiv-ID:
16231
Objekt:
Artikel
Urheber:
Kistenmacher, H.
Titel:
ohne [über abgebildete Fotografie]
Datum:
1893/10/15
Quelle:
Photographische Mitteilungen 30. Jg. Heft 14 S. 218-219
Status:
Druck/Orig.-Kopie
Beschreibung:

Zeitschrift enthält mehrere Fotografien als Autotypie. Zu jener, die Lilienthal zeigt: (S.218): "Über den merkwürdigen Fliegeversuch, den das letzte Bild darstellt, schreibt uns Hr. Kistenmacher: Ihrem Wunsche gemäß teile ich Ihnen über das Momentbild "Fliegeversuch" ergebenst mit, dass dasselbe von mir am 23. Juli [Sonntag] d. J. 11 Uhr mit Zeiss-Anastigmat 1:6,3, abgeblendet auf F:9 auf einer AnschützPlatte am "Rauhen Berge" bei Südende aufgenommen und mit Rodinal 1:40 hervorgerufen ist unter Zusatz von Bromkali (15 Tropfen 1:100).
Die Darstellung bildet gewissermassen den Abschluss einer grossen Anzahl von Schwebe-, Segel-, und Fliegeversuchen, welche der Maschinen-Ingenieur Otto Lilienthal gemeinschaftlich mit seinem Bruder, Baumeister Gustav Lilienthal, seit ca. 27 Jahren unternommen und insofern zu einem gewissen Ergebnis gebracht hat, als er neben den praktischen Fliegeversuchen auch alle Vorgänge beim Vogelfluge wissenschaftlich und rechnungsmässig festzustellen suchte und eine Erklärung dafür durch seine ungezählten Experimente gefunden zu haben glaubt.
Zur Zeit sieht der Erfinder des Apparates die in der Darstellung  gegebene Form der hier nur zum "Segeln" in bewegter Luft benutzten Flügel als die richtige Grundlage für die Konstruktion seiner projektierten Flugmaschine an, deren Bewegungstechnik er nunmehr seine erfinderische Kraft zuzuwenden gedenkt.
Die feste Überzeugung, dass es kein Naturgesetz giebt, welches der Lösung des Fliegeproblems einen unüberwindlichen Riegel vorschieben könnte, hat den Erfinder von seinem Knabenalter an zu immer neuen Untersuchungen und - nicht immer ungefährlichen Experimenten angetrieben." Es folgt die Fotografie aus der folgenden Seite.

Quelle: http://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/64942/1/0/

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