Objekt

Archiv-Nr.:
z461/14
Urheber:
nicht genannt
Titel:
zur Schrämmaschine Lilienthals
Datum:
1879
Ausführung:
Erwähnung mit Details
Quelle:
Berg- und Hüttenmännisches jahrbuch im Königreich Sachsen
Status:
Kopie
Beschreibung:

"Bei den Gewinnungsarbeiten sind mit der Hoppe'schen Schrämmaschine und mit der Lilienthal'schen Handschrämmaschine Versuche angestellt worden, wobei sich letztere besonders bewährt hat. Dieselbe stellt einen halbkreisförmigen bis 0,72 m tiefen Schram her, erfordert zu ihrer Aufstellung 25 bis 35 Minuten und zur Wegnahme 15 bis 25 Minuten. Die Herstellung eines Schrames bedurfte bei 2 Oertern 170 Minuten Zeit. Es wurde dabei pro Schicht eine Häuerleistung erzeilt, welche sich in Anfange auf 0,254 m, später auf 0,269 m Schramtierfe belief, während die entsprechende Leistung beim Schrämen mit der Hacke nur 0,239 m beträgt. Um Uebrigen bietet die Arbeit mit der fraglichen Maschine gegenüber dem Schrämen mit der Hacke weniger Nachtheile für die Gesundheit der Arbeiter, etwas günstigere Verhältnisse betreffs des Kohlenfalles und einige andere Vortheile, so dass ihr eine Zukunft in Aussicht stehen dürfte." Auch in der Ausgabe 1906 der Schrift (z461/15 - Festschrift zum 100. Jahrestag der Steinkohlenwerke) wird die Lilienthalsche Maschine noch erwähnt, sowie die weitere technische Entwicklung: "die vielen und unregelmäßigen Gesteinseinlagerungen in der Kohle einen wirtschaftlichen Erfolg der Verwendung von Schrämmaschinen ausschließen."